Malediven - eine Welt aus Atollen
Die Malediven im Indischen Ozean bestehen aus verschiedenen Atollen, nur wenige Meter über dem Meeresspeigel. Der Kleinstaat lässt sich in Inseln für Einheimische (220 Inseln) und Inseln für Touristen (87 Inseln) unterscheiden. Ein Drittel der maledivischen Bevölkerung lebt indes auf der Hauptinsel Malé, zugleich die einzige Stadt auf der Inselgruppe und die am dichtesten besiedelte der Welt.
Schon beim Anflug auf den Male International Airport haben Besucher einen herrlichen Blick auf die wunderschönen Insel-Atolle. Jede von Einheimischen bewohnte Insel besteht aus nur einem Dorf, wobei Insel- und Dorfname stets identisch sind. Interessant: Im Wortschatz der Bewohner kommt das Wort „Dorf“ nicht vor. Sie verwenden den Terminus „bewohnte Insel“, wobei für die Besiedlung das Süßwasservorkommen maßgeblich ist.
Unterwasserparadies
Die Malediven stehen insbesondere für einzigartige Unterwasserwelten. Die Korallenriffe mit ihrer Artenvielfalt sind eine, wenn nicht die schönste Schöpfung des Meeres. Daher gelten die Malediven als Paradies für Taucher. Nichttaucher können die herrliche Unterwasserwelt beim Schnorcheln erkunden. Es wartet eine unvergleichliche Farbenpracht, die jeden verzaubert.
Die wichtigsten Unterwasserlebewesen für die Inselgruppe sind die Steinkorallen. Diese entziehen dem Meerwasser Mineralien und scheiden zugleich Kalk aus. Dieser Fähigkeit verdanken die Malediven ihr Entstehen. Die unterschiedlichen Korallenstöcke bieten überdies einen perfekten Lebensraum für unzählige Fische. Zu den farbintensivsten gehören die ca. 30 cm großen Kaiserfische. Weitere atemberaubende Fischarten sind der Doktorfisch, der Schmetterlingsfisch oder die schwarz-gelb gestreiften Wimpelfische.
Ein kulinarischer Genuss
Maledivische Küche ist sehr bodenständig - Meeresfrüchte sowie der Fischreichtum bestimmen traditionell die Speisekarte. So kommen Fischliebhaber in den Genuss von gegrilltem Thunfisch oder einem herrlich gebratenen Red Snapper. Sehr beliebt sind auch Seezunge und Steaks vom Haifisch. Probieren Sie auch Mas Riha, ein Fischgulasch aus Bonito, einer Thunfischart. Als Beilage werden häufig Reis, Nudeln oder Kartoffeln gereicht.
Die maledivische Küche ist stark von der indischen beeinflusst. Verwendet werden Gewürze, die auch vorwiegend in der indischen Küche vorkommern. Genießen Sie also die leckeren, scharf gewürzten Curries. Garudiya ist indes ein traditionelles maledivisches Gericht. Dabei handelt es sich um eine Art Fischsuppe, die aus verschiedenen Fischsorten besteht, die mit Zitrone beträufelt und mit Zwiebeln in Salzwasser gedünstet wird. Dazu wird Reis oder typisches, traditionelles Fladenbrot (roschi) gereicht. Ein Tipp, falls Sie die Hauptstadtinsel Malé besuchen: Um die Fischmarkthalle gibt es nette kleine Restaurants mit vorzüglichen, inseltypischen Spezialitäten.
Auf den Malediven gibt es auch köstliches Obst. Auf den Inseln wachsen Bananen, Mangos, Papayas sowie die allseits beliebte Kokosnuss. Alkoholische Getränke finden Sie aber, dem Alkoholverbot des Islam entsprechend, nur auf Hotelinseln. Als Nationalgetränk gilt der Tee (Sai).

